Gleichberechtigt an der JKU?
Mrz 8th, 2010 | By Sarah Ortner | Category: Feminismus, ThemenDer 8. März – ein Tag, an dem die Fortschritte zur Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft gefeiert werden. Aber auch der Tag, an dem die Frage gestellt wird, was noch alles zu tun ist um eine volle Gleichbehandlung zu erreichen. Auch die JKU tut so einiges um diesen Prozess voranzutreiben.
Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen
Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (kurz AKG) hat die Aufgabe, Diskriminierungen auf Grund des Geschlechtes, des Alters, der ethnischen Zugehörigkeit, der religiösen Überzeugung und der sexuellen Orientierung durch Organe der Universität entgegenzuwirken und auf die Einhaltung der Frauenförderungsbestimmungen zu achten. Entsprechend dem Universitätsgesetz 2002, dem Bundesgleichbehandlungsgesetz und dem Frauenförderungsplan der Johannes Kepler Universität Linz handelt der Arbeitskreis unabhängig und weisungsfrei und ist zu sämtlichen personalrelevanten Fragestellungen beizuziehen. Ein weiterer Auftrag besteht darin, an der Konzeption und Entwicklung frauenfördernder Maßnahmen beratend mitzuwirken, um eine tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen auf allen universitären Ebenen zu erreichen.
Darüber hinaus ist der AKG Anlaufstelle für alle Angehörigen der Universität, die von Ungleichbehandlung, Diskriminierung, Mobbing oder sexueller Belästigung betroffen sind, und hat das Recht, Einspruch gegen eine anstehende diskriminierende Entscheidung zu erheben und die Schiedskommission der Universität anzurufen.
Auch die Beratung in Fragen der Karriereplanung ist wesentliche Aufgabe im Bereich der Frauenförderung.
Frauenspezifische Personalentwicklung an der JKU
Frauenorientierte Personalentwicklung beruht auf der Forderung einer gleichgestellten Partizipation von Frauen und Männern in der Universitätshierarchie und dem Erreichen einer geschlechterdemokratischen Universitäts- und Wissenschaftslandschaft. Strukturell betrachtet sind Frauen an Universitäten unter dem Aspekt von Macht und Einfluss nur marginal vertreten. Aber gerade an Universitäten ist Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern nicht nur moralisch und rechtlich geboten, sondern verspricht vielmehr leistungsbezogene und ökonomische Vorteile, stellen Frauen doch ein wichtiges Humankapital dar, auf das nicht verzichtet werden kann. Mittels gezielter Nachwuchsförderung des wissenschaftlichen Personals, durch zielgruppenspezifische Maßnahmen der Personalentwicklung und durch ein hochwertiges Trainings- bzw. Coachingangebot soll die Unterrepräsentation von Frauen in den höheren Hierarchieebenen im Wissenschaftsbereich langfristig abgebaut und eine symmetrische Geschlechterkultur an der Universität Linz erreicht werden.





